Unpigmentierte Musik

«Wie weiss ist die klassische Musik?» Die Frage wurde mir vor kurzem mit einem Titel in der Zeitung sozusagen ins Gesicht geschleudert. Und meine spontane Reaktion darauf wäre eigentlich gewesen: «Das ist mir wurst». Nur hätte das in Zusammenhang mit Klassik etwas unkultiviert gewirkt. Und ausserdem: Wenn eine Frage in den Raum gestellt wird, weist das auf ein Problem hin, und da muss man vorsichtig sein. Wer auf ein Problem nicht eingehen will, wird vielleicht Teil des Problems, und nicht Stellung zu nehmen bedeutet, sich einer Verantwortung zu entziehen und zum Mitschuldigen zu werden. Also begann ich schon halb schuldbewusst über die Farbe der klassischen Musik nachzudenken. Es kam mir dabei nicht zustatten, dass mir Farbpsychologie, Farbsymbolik und dergleichen wenig bedeutet und meine Sinnesorgane für das Farbensehen keine engen Beziehungen zum Gehörsinn unterhalten. Aber ich bemühte mich redlich, den Begriff Klangfarbe in seiner ganzen Tragweite zu erfassen. Damit war ich auf dem Holzweg. Denn es ging gar nicht um den Klang, sondern um die Hautfarbe der Komponisten und des Publikums. Auf den Programmen klassischer Konzerte fänden sich fast ausschliesslich Werke von weissen Komponisten, und gehört würden sie von einem nicht sehr internationalen Publikum, wurde moniert. Das mit dem Publikum hat mir nicht recht eingeleuchtet; Salzburg und Luzern würden protestieren, aber in Tokio stimmt es vielleicht. Dass in Europa die Komponisten wie die Bevölkerung im allgemeinen weiss waren, lässt sich wohl nicht mehr ändern. Mir ist es kein Problem; zum Ausgleich höre ich Jazz, aber eigentlich nicht wegen der Hautfarbe der Musiker und Komponisten. In dem Zeitungsartikel wird schliesslich zu Bedenken gegeben, im Repertoire der Vergangenheit werde sich nie ein ideales Abbild der heutigen Gesellschaft finden lassen. Wie denn auch? Musik hat ja zu keiner Zeit ein Abbild der ganzen Gesellschaft gezeigt.

Spass mit dem Heiligen Geist

Sich mit dem Heiligen Geist zu befassen ist an Pfingsten das Gebot des Tages. Schliesslich erinnert dieser Feiertag an das biblische Ereignis, da unter gewaltigem Brausen und mit Feuerzungen der Heilige Geist über die Apostel kam. Auch die evangelisch-reformierte Zeitung «reformiert.» (der Punkt ist obligatorisch) lässt Pfingsten nicht einfach so an sich vorbeiziehen. Sie widmet dem Heiligen Geist sogar die Titelseite, und wie! Nämlich munter, spassig und auch etwas besinnlich. Man liest von den «Steilpässen des Heiligen Geistes»; damit «liefert die Geisteskraft geniale Zuspiele in den freien Raum». Dass Dumme ist nur, dass sich dort keine Hersteller von Wäschespinnen befinden, die angeblich solche Zuspiele besonders nötig hätten. Bitte: Wer das für Geblödel hält, nehme die Juni-Ausgabe von «reformiert.» (mit Punkt) zur Hand; dort ist es zu finden. Da wird auch der FC Religionen erwähnt, für den Pfarrer, Rabbiner, Imame und weitere Vertreter der Weltreligionen Christentum, Judentum, Islam und Hinduismus kicken. Die Religionsfussballer, das sei hier ergänzt, haben schon den FC Gemeinderat, den FC Kantonsrat und den FC Nationalrat mit Kantersiegen bezwungen, offenbar mit den Steilpässen des Heiligen Geistes – etwa aus dem hinduistischen Hinterhalt, wo ihn der Gegner nicht vermutete? Von welchem guten Geist aber die Parlamentarier verlassen waren, bleibt wie immer eine offene Frage. Doch wir schweifen ab vom Thema, zu dem ja auch die Wäschespinne gehört. Da beschreibt eine Redaktorin von «reformiert.» (mit Punkt) ihren Ärger darüber, dass ein Hersteller von Wäschespinnen für eines seiner Geräte die Produktbezeichnung «First Lady» gewählt hat. Das klinge, meint sie, als sei es die edelste Aufgabe der Frau, Wäsche aufzuhängen, und es zeige, dass in der Gesellschaft immer noch ein Denken herumschwirre, das den Geschlechtern bestimmte Lebensbereiche zuordne. Darum wünschte sich die Autorin den Heiligen Geist oder noch besser die «Heilige Geistin» herbei, damit er/sie die festgefahrenen Kategorien in unseren Köpfen sprenge. Womit der Heilige Geist von einer unfassbaren Macht auf einen Kleingeist reduziert wird, der gendergerecht zu handhaben ist. Gott erbarme sich seiner. Zu trösten vermag uns da zum Schluss allenfalls die hübsche Legende von den Rosen, denen zu Pfingsten die Dornen genommen wurden, so dass sie zu Pfingstrosen wurden. Das gilt aber nur im deutschen Sprachraum. In andern Sprachen hat die Bezeichnung der Päonien keinen Bezug zum Namen der Rose.

Internetbasierte Pizza

Wenn der Pizzakurier läutet, dann erhebt sich eine Frage: Steht jetzt da ein Plattformarbeiter vor der Tür oder einfach der Lieferant mit der bestellten Pizza? Das hängt ganz davon ab, ob die Pizzabestellung internetbasiert oder möglicherweise gar per App erfolgt ist oder nach altem Brauch telefonisch. Gemäss einer Definition, die man beim Bundesamt für Statistik (BfS) findet, hat man es mit Plattformarbeit zu tun, wenn die dienstleistende Person via Internetplattform oder App mit der Kundin oder mit dem Kunden verbunden wird und die Bezahlung in der Regel durch die Internetplattform oder App erfolgt. Und bei den Tätigkeitsbereichen, die darunter fallen können, handelt es sich gemäss BfS beispielsweise um «Taxidienste, Reinigungsarbeiten, Essenslieferdienste, Warentransport und -lieferung, Handwerkerarbeiten, Programmierung, Übersetzungsarbeiten, Daten- und Texterfassung, Web- und Grafikdesign». Ob die Pizzalieferung zu den Essenslieferdiensten oder zu den Warenlieferungen zu rechnen ist, spielt keine Rolle: der Pizzakurier kann sich da nicht drücken. Aber etwas zwiespältig ist es für ihn schon, wenn er hier (weil internetbasiert aufgeboten) als Plattformarbeiter steht und ein Haus weiter auf telefonische Bestellung seinen Job einfach so wie immer verrichten muss. Man sollte die Plattformarbeit denen überlassen, die dafür tatsächlich auf eine Plattform steigen müssen, beispielsweise auf eine Montageplattform oder auf eine Fensterreinigungsplattform in schwindelnder Höhe, wo sie seilgesichert besser aufgehoben sind als internetbasiert. Für alle andern Fälle ist Plattformarbeit ein verwirrender und deshalb überflüssiger Ausdruck.

Spass oder nicht Spass

«Beim Anlegen hört der Spass auf,» sagt uns ein hierzulande ziemlich bekannter Komiker mit todernster Miene und ausgestrecktem Zeigefinger. Er wirbt für eine Bank, die gerade 25% – nicht Rendite verspricht, sondern Rabatt gewährt auf persönliche Anlageberatung. Da also hört der Spass auf. Für welche Bank dabei geworben wird, ist mir leider entgangen. Aber wenn ich dem Komiker nächstens begegnen sollte, werde ich mich sicher an die Botschaft  erinnern, dass  der Spass aufhört. Wieviel Spass man mit Geld hat, hängt von Verschiedenem ab – unter anderem davon, dass man genug davon hat. Einen, dem es offenbar gelungen ist, präsentiert uns die Fernsehwerbung eines gelben Finanzinstitutes. Er räkelt sich zufrieden auf einer engelsflügelförmigen Luftmatratze im kühlen Wasser an der warmen Sonne. Den Seinen gibt’s der Herr beim Sonnenbaden, soll uns das offenbar sagen. In unserer Zeit, da manchen finanzielle Sorgen plagen, tröstet die Freude andrer an den Geldanlagen.

Anstössiges und Tucholsky

Da ist nichts zu machen: Es gibt Leute, die keinen Sinn für Satire haben. In der Schule wird das Thema ja auch vernachlässigt, aber man muss nicht in allem ein Versagen des Bildungssystems sehen. Immerhin bemüht sich doch das Fernsehen im Rahmen seines durch die Konzession bestimmten gesellschaftlichen Auftrages auch um die Satire. Und das ist eine Plage für die Beschwerdeinstanzen.  Immer wieder müssen sie Satiresendungen wegen eingeklagter Konzessionsverletzungen unter die Lupe nehmen, wenn Fernsehzuschauer einzeln oder kollektiv Anstoss nehmen. Die Aufsichtsorgane gehen dann von dem Grundsatz aus, dass Satire (fast) alles darf. Das ist eine abgeschwächte Berufung auf Kurt Tucholsky, der im Jahre 1919 im Berliner Tageblatt unter dem Pseudonym Ignaz Wrobel die berühmten Worte schrieb: «Was darf die Satire? Alles.» Es war der Schlusspunkt unter einem Text, der sich mit der Rolle der Satire im damaligen Deutschland befasste. Nach Tucholsky ist die Satire dazu da, Anstoss zu erregen. Aber ganz sicher vertrat Tucholsky nicht die Meinung, dass jede Gemeinheit erlaubt sei, wenn man ihr nur das Etikett der Satire anhänge. Vielmehr bezeichnete er Satire als Charaktersache: «Nirgends verrät sich der Charakterlose schneller als hier, nirgends zeigt sich fixer, was ein gewissenloser Hanswurst ist, einer, der heute den angreift und morgen den.» Satiriker stehen also nicht über jeder Kritik. Aber wenn man einen satirischen Mist kritisiert, braucht man ja nicht gleich nach Verboten zu rufen. Eine Erscheinung, von der Tucholsky nichts wissen konnte, ist die Fernseh-Satire. Satiriker mit eigener Sendung, denen der Szenenapplaus von der Regie eingeblendet wird, laufen ja immer Gefahr, sich für eine höhere Instanz zu halten, weil ihr Publikum so gross ist und sie doch (fast) alles dürfen. Und nicht selten entsteht ein Kult um sie. Das allerdings tut der Satire nicht gut.

Social Distancing ist verfehlt

Social Distancing ins Deutsche übersetzt heisst soziale Distanzierung, und da müsste man doch sofort merken, dass das nicht gemeint sein kann, wenn es um eine Massnahme zur Verminderung der Infektionsgefahr geht. Eigentlich braucht es überhaupt keinen englischen Ausdruck, um die Leute zum Abstandhalten aufzufordern, sprich zur Wahrung eines Sicherheitsabstandes zu ermahnen oder räumliche Distanz zu empfehlen. Und schon gar nicht braucht es dazu einen verfehlten englischen Ausdruck. «Social distancing» war zwar ursprünglich von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in  Richtlinien zur Bekämpfung von Grippeepidemien empfohlen worden, aber inzwischen hat sich die WHO korrigiert und spricht von «physical distancing», also von physischer Distanz, weil man ja nicht das soziale Beziehungsnetz zerstören wolle. Doch da sich inzwischen, ausgehend von amerikanischen Gesundheitsinstitutionen, der verfehlte Begriff wie ein Lauffeuer verbreitet hat, wird er kaum mehr auszurotten sein. Immerhin macht man sich heutzutage nicht nur in Zusammenhang mit Gender-Problemen Gedanken zum Sprachgebrauch, und so haben doch viele gemerkt, dass soziale Distanzierung das Gegenteil von sozialem Zusammenhalt ist, auf den es jetzt ankommt. Der Ausdruck Social Distancing stösst immer mehr auf Ablehnung. Nun müssten das nur noch die Medien lernen.

CxOlogie oder vorne ein C und hinten ein O

Wer sich in der CxOlogie nicht auskennt, ist in der Unternehmenswelt auf verlorenem Posten. Zur munteren Einleitung in das Thema eine Quizfrage: Wer hat vorne ein C und hinten ein O? Der CEO natürlich. Der ist vorne ein Chief und hinten ein Officer, und dazwischen ist er executive, also ein ausführendes Organ. Früher gab es für seine Funktion die Bezeichnungen Geschäftsführer, Direktor oder Generaldirektor, je nach der Bedeutung des Unternehmens. Frustrierend für den CEO ist es, dass es diese Funktion offiziell gar nicht gibt: das Handelsregister kennt keine CEOs. Dieses führte einen kürzlich abgegangenen bedeutenden CEO der Bankenwelt als Präsidenten der Geschäftsleitung – also nicht einmal als Generaldirektor. Gesellschaftlich ist der CEO ohnehin bedeutungslos. Der Herr Direktor, das war noch jemand, und eine Direktorsgattin konnte als Frau Direktor beim Metzger im Dorf eine besonders respektvolle Begrüssung erwarten. Tempi passati – den Herrn CEO kann man vergessen, aber wenigstens ist CEO geschlechtsneutral. Soweit also die Präliminarien und der geschichtliche Rückblick, und nun kommen wir zur Sache. Denn die Chief Officers sind längst nicht mehr nur executive, sondern es gibt daneben den CCO, den CDO, den CFO, den CIO, den CMO und so fort bis hin zum CXO. Den CYO gibt es wahrscheinlich nur deshalb nicht, weil das eine amerikanische Kosmetikmarke oder eine katholische Jugendorganisation ist, und der CZO lauert in der Reserve. Es wäre vermessen, hier im Einzelnen auf jeden CxO einzugehen. Vorsicht: CxO nicht mit CXO verwechseln! Der Terminus steht für die ganze C-Level-Klasse mit dem kleinen x als Platzhalter. Man setze den passenden Grossbuchstaben ein! Es können auch mehrere sein, beispielsweise HR, das gibt dann den CHRO. Dieser steht vermutlich über dem HRM, der als Manager eigentlich auch ein Officer ist, aber nicht zum C-Level gehört (HR steht bekanntlich für Human Resources, was immer noch Personal bedeutet). Leider sind bei einigen x-Werten Mehrdeutigkeiten nicht auszuschliessen. Ob sich der CDO mit Data, Design oder Development befasst, muss im Organigramm geklärt werden. Der CDO Manager hingegen, der Collateral Debt Obligations handhabt, gehört nicht hierher. –Das muss fürs erste genügen. Wer sich vertiefen will in die CxOLogie, findet im Internet reichlich Material. Es ist entsetzlich, welchen Aufwand es braucht, um den Leuten zu erklären, was gemeint ist, wenn geläufige deutsche Begriffe durch codiertes Englisch ersetzt werden.

Grossmutter verpuppt

Moderne Grossmütter sind keine Grosis mehr. «Das Grosi» ist eigentlich unmöglich geworden. In einer genderbewussten Gesellschaft kann man doch Frauen nicht mehr verdinglichen. Es fiele ja auch niemandem ein, den Grossvater als «das Opi» oder gar «das Gropi» zu bezeichnen. Auf neuere Bestrebungen, das binäre Grosselternkonzept überhaupt abzuschaffen (wobei man dann Sternchen sieht), sei hier nicht weiter eingegangen. Jedenfalls müssten die vereinigten Grossmütter dagegen rebellieren, dass neuerdings mit einem Grosi-Bäbi eine Kampagne für ein «entspanntes Verkehrsklima» geführt wird. «Grosi an Bord» heisst die Aktion; sie ist ersonnen worden von der Zürcher Verkehrskonferenz unter Anführung der Stadt Zürich. «Fahr so, wie wenn dein Grosi dabei wäre,» lautet die Empfehlung. Das Grosi ist hier tatsächlich ein Ding, nämlich eine milde lächelnde Puppe mit Kulleraugen hinter grossen Brillengläsern und einer museumswürdigen Altfrauenfrisur. Es höckelt auf dem urbanen Rucksack eines jungen Mannes, hat es sich bequem gemacht im Einkaufskorb auf dem Velo einer jungen Frau und hat sogar mit einer Lismete Platz genommen auf der Lenkradnabe eines Autos, das gemäss Tacho mit 50 km/h unterwegs ist. «Vorerst wird Grosi auf Plakaten, im Tram, auf Velos, Dienstfahrzeugen, Aufklebern und Behördeninformationen auftreten,» teilt das Sicherheitsdepartement der Stadt Zürich mit. Und nun die schlechte Nachricht: Es sind bereits 45’000 Grosi-Sticker verschickt worden. Die gute Nachricht dazu: Die Aufkleber sollen sich leicht wieder ablösen lassen. Und jedenfalls wissen wir jetzt, dass ein Mangel an Grosis schlecht ist für das Verkehrsklima. Aber wie fährt man eigentlich, wenn das Grosi dabei ist?

Jetzt wird es wieder persönlich

Wie menschlich ist human? Ja, das kommt darauf an. Wenn es um Humankapital geht oder um Human Resources, dann sind eigentlich weniger die Menschen an und für sich gemeint, sondern betriebswirtschaftliche Grössen, Produktionsfaktoren. «Humankapital» wurde 2004 zum deutschen Unwort des Jahres erklärt: Der Begriff degradiere nicht nur Arbeitskräfte in Betrieben, sondern Menschen überhaupt zu nur noch ökonomisch interessanten Größen. Dagegen protestierten Ökonomen. Humankapital im ursprünglichen Sinn müsse doch als Erfolgsfaktor, Ressource oder Potential angesehen werden, als positiv belegter Begriff der Mitarbeiter als Wert des Unternehmens. Ja, eben, so reden Sprachkritiker und Ökonomen aneinander vorbei. Human Resources jedenfalls tönt  verdächtig nach Menschenmaterial (dem Unwort des 20. Jahrhunderts). Das fällt weniger auf, wenn man es abkürzt zu HR (ausgesprochen eitschaa, es ist ja englisch). Manche Ökonomen werden das nicht verstehen wollen. Schliesslich sind englische Ausdrücke ja auch gefragt, weil man sich nicht um ihren eigentlichen Sinn kümmern muss. Dass Human Resources eine unnütze Bereicherung der deutschen Sprache ist, hat der Stadtrat von Zürich unfreiwillig bewiesen. Uneingedenk des Umstandes, dass Deutsch Amtssprache ist, verpasste er dem Personalamt eines Tages die Bezeichnung «HR Stadt Zürich (Human Resources Management Stadt Zürich [HRZ])» – vollständig mit runden und eckigen Klammern, für geschweifte reichte es nicht mehr. Das war dann doch zu schwerfällig, also wurde die Sprachblähung kuriert und auf Human Resources Management reduziert. Der Aufgabenkatalog dieser Dienstabteilung umfasst 14 Punkte: Er handelt vom Personalwesen, vom Personalrecht und von Personalreglementen, von Personalführung, Personalabteilungen, Personalgeschäften, Personalentwicklung, Personen in Erstausbildung, Personalkosten, von der Personalversicherung und der Personalwerbung oder auch einfach von Personal. Von Human Resources steht nichts darin. Den Ausdruck könnte man also einfach vergessen. Der Trend der Zeit geht übrigens Richtung Personalized Human Resources. Am besten liesse sich das HRM personalisieren mit der Bezeichnung Personalamt.

Komm weiter.

Ein Tram ist auch ein Schiff, und ein Schiff ein Bus, der Bus wiederum ein Zug und dieser auch ein Tram. Rundherum, das ist nicht schwer, heisst es im Kinderlied. Aber das Tramschiff gehört nicht zum Kinderliederschatz, sondern zur Werbekampagne des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) für sein Ticket für alles, die vor zwanzig Jahren lanciert wurde. Weniger bekannt ist das Tram, das auch ein Flugzeug ist. Aber gegenwärtig rollt es wieder auf den Schienen der VBZ in der Stadt Zürich. Man muss jedoch nicht befürchten, dass es abheben werde. Es wirbt nur von vorn bis hinten und innen wie aussen zum Abheben mit einer grossen Fluggesellschaft, die ihren Sitz in einem Emirat am Persischen Golf hat. Ein Vorschlag lautet: Dorthin zum Badespass mit der ganzen Familie in nur 6 Stunden, zweimal täglich ab Zürich! Das muss doch die Trampassagiere aufmuntern und ermuntern, ganz im Einklang mit der Aufforderung des ZVV-Logos auf jeder Türe des Trams: «Steig ein. Komm weiter.» Und für die Anreise zum Flughafen gilt natürlich, dass man nicht das Auto, sondern ein Vehikel des ZVV benützen soll. Der Umwelt zuliebe.